Peter Grimm / 10.12.2017 / 06:18 / 3 / Seite ausdrucken

5 Minuten Rechts-Kunde mit Henryk M. Broder

In der politischen Debatte wird nur noch nach Gut und Böse getrennt. Rechte sind eindeutig böse und wer rechts ist, das bestimmen die Politkommissare der Guten. So einfach kann die Welt sein. Auch wer sich dieser simplen Weltsicht nicht unterwerfen will, bekommt seine Ecke zugewiesen, sobald er sich äußert.

Unterschiede zwischen Rechtsliberalen und Rechtskonservativen auf der einen, sowie Rechtsradikalen und Rechtsextremen auf der anderen Seite werden nicht mehr gemacht.

Vor allem der ganz normale Menschenverstand ist gefährlich, denn gerade das Unideologische gehört für Ideologen jedweder Coleur zu ihrer Feindkennung.

Henryk M. Broder hält sich eigentlich eher für einen Linken, aber einige Gouvernanten der politischen Korrektheit haben selbst ihm das Etikett „rechts“ verpasst. Broder ist ganz der alte, neu sind lediglich die absurd verschobenen Koordinaten um ihn herum. Ein Zwischenruf.

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Leserpost (3)
Gottfried Bertram / 10.12.2017

Sehr gut., diese moderne Charakterisierung heutiger Pharisäer

Werner Arning / 10.12.2017

Und da ist er nicht der Einzige. Außer ihm gibt es noch ein paar, die sich verwundert die Augen reiben. Sie sollen jetzt plötzlich zu den Rechten gehören? Dabei glaubten sie nur, ihrem gesunden Menschenverstand zu vertrauen. Rechts scheint ein neuer Kampfbegriff, zur Kategorisierung des politisch nicht ganz Korrekten geworden zu sein. Von der Idee allerdings, dass Linke die Besseren sind, bin ich jedenfalls geheilt.

Heiko Stadler / 10.12.2017

Meine volle Zustimmung Herr Broder. Ich möchte noch ergänzen, dass es 95% der “Rechten” nur um die Einhaltung des geltenden Rechts geht. “Kampf gegen rechts” bedeutet somit “Kampf gegen das geltende Recht” oder “Kampf für Unrecht, Kampf für Willkür, Kampf für Anarchie”.

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