Henryk M. Broder / 06.12.2012 / 20:32 / 0 / Seite ausdrucken

An meinen Lieblings-Antisemiten!

Sie, Jakob Augstein, sind “my favorite anti-Semite”. Ich meine das weder ironisch noch böse, auch nicht als Vorwurf. Ich würde nie einem Diabetiker vorwerfen, dass er auf Insulin angewiesen ist. Diabetes ist eine Krankheit, der Antisemitismus auch. Und so wie der Diabetiker seine tägliche Dosis Insulin braucht, braucht der Antisemit jeden Tag einen Schuss “Judenblut” – natürlich nicht wörtlich, nur bildlich – um auf Kurs zu bleiben. Sie sind auch der erste Antisemit, an den ich mich persönlich wende. In den 40 Jahren, die ich mich mit diesem Thema beschäftige, habe ich es noch nie getan. Weil ich es für sinnlos halte, eine schwere Krankheit mit Handauflegen behandeln zu wollen. http://www.welt.de/debatte/henryk-m-broder/article111852281/Brief-an-meinen-Lieblings-Antisemiten-Augstein.html

Das meint der Leser:
Dieser Herr Broder sollte mal lieber in den Geschichtsbüchern lesen, bevor er andere Leute des Antisemitismus bezichtigt. Hätte er dies getan, was ich bezweifle, dann wüsste er, dass die Juden in den 1940er Jahren die ansässigen Palästinenser aus deren Land vertrieben haben um darauf einen Judenstaat zu errichten. Ähnlich machten es die Amerikaner mit den Indianern in Nordamerika. Das haben beide Völker gemeinsam. Dass manche Menschen (Hr. Broder etc.) so ein Vorgehen billigen, beweisst nur, dass sie offensichtlich Genozid gutheissen. Pfui Teufel, kann ich da nur sagen!!!

Augstein gewinnt immer….broder broder du musst wandern, von der einen lüge zu der anderen!

Der einzige, der hier eine “Juden-Obsession” hat, wie es in der Überschrift heißt, ist Broder selbst. Schickt diesen grenzdebilen alten Knacker doch endlich mal in den Ruhestand.

Broder bleibt Broder. Und was besonders schön ist, Kritik an ihm ist per Definition ja auch Antisemitismus. Aus dieser Position kann er Gift gegen jeden und alles spritzen, was nicht 100% mit israelischer Politik einverstanden ist. Da werden dann Linke, Rechte, Türken, Deutsche (beliebig fortsetzbar) in einen Sack gesteckt, bunt vermixt und draufgehauen. Lieber Herr Broder, es einfach feige, als Unantastbarer jeden anderen zu stigmatisieren und jede Gegenwehr mit dem Totschlagargument Antisemitismus mundtot machen zu wollen. Ist doch irgendwie armselig.

Leserpost (0)

Leserbrief schreiben

Leserbriefe können wir nur innerhalb der ersten zwei Tage nach Veröffentlichung eines Artikels annehmen.

Verwandte Themen
Henryk M. Broder / 29.08.2016 / 20:45 / 8

Der Putsch gegen Merkel kommt auf leisen Sohlen

Es war eine Woche, in deren Verlauf der Schein über das Sein gesiegt hatte. Eine pompöse Inszenierung zu Lande, auf dem Wasser und in der…/ mehr

Henryk M. Broder / 18.08.2016 / 14:48 / 15

Wenn jüdische Feiertage vom Himmel fallen, ist man bei der ARD ratlos

Wir wissen immer noch nicht, warum die tagesschau und die tagesthemen (ab 3:25) letzten Sonntag den Beitrag über die Wassernot in dem palästinensischen Ort Salfit, dargestellt…/ mehr

Henryk M. Broder / 18.08.2016 / 08:45 / 6

Ein schneller Brüter namens Gabriel

Wenn ich nicht völlig daneben liege und die Berichte in den Nachrichtenprogrammen total missverstanden habe, finden regelmäßig Kabinettsitzungen statt, an denen alle Minister unter dem…/ mehr

Henryk M. Broder / 16.08.2016 / 10:44 / 13

Die Tagesschau nimmt es mit der Wahrheit so genau wie Präsident Abbas

Es ist keine zwei Monate her, da hat der Vorsitzenden der Palästinensischen Autonomiebehörde, "Präsident" Abbas, vor dem Europäischen Parlament eine Rede gehalten, in der er…/ mehr

Meine Favoriten.

Wenn Ihnen ein Artikel gefällt, können Sie ihn als Favoriten speichern.
Ihre persönliche Auswahl finden Sie Hier
Favoriten

Unsere Liste der Guten

Ob als Klimaleugner, Klugscheißer oder Betonköpfe tituliert, die Autoren der Achse des Guten lassen sich nicht darin beirren, mit unabhängigem Denken dem Mainstream der Angepassten etwas entgegenzusetzen. Wer macht mit? Hier
Autoren

Unerhört!

Warum senken so viele Menschen die Stimme, wenn sie ihre Meinung sagen? Wo darf in unserer bunten Republik noch bunt gedacht werden? Hier
Achgut.com