Vera Lengsfeld / 18.11.2012 / 22:08 / 0 / Seite ausdrucken

Befreit Gaza von der Hamas!

Das war das Motto einer Demonstration zur Unterstützung Israels, die am Sonntag in Berlin am Joachimsthaler Platz stattfand. Obwohl nur 48 Stunden zwischen dem Aufruf und der Demonstration lagen, hatten sich mehr als 500 Freunde Israels eingefunden. Ein schöner Erfolg, aber angesichts der verzerrten Berichterstattung in den deutschen Medien über den eskalierenden Konflikt, viel zu wenig.

Die Redner, wie der Generalsekräter des Zentralrates der Juden, Stephan Kramer, mussten daran erinnern, dass nicht Israel der Aggressor ist, sondern die Hamas. Mehr als 8000 Raketen wurden in den vergangenen Jahren aus dem Gazastreifen auf Israel abgeschossen. In den am meisten betroffenen Gebieten leben die Kinder seit Jahren in Bunkern. Dreißig Sekunden hat jeder Mensch Zeit, sich nach Auslösung des Luftalarms, in Sicherheit zu bringen. Inzwischen sind um die eine Millionen Israelis vom Beschuss der Hamas bedroht, denn auch Tel Aviv und Jerusalem wurden angegriffen.

Während den deutschen Medien die ständigen Angriffe auf Israel über Jahre wenig mehr als eine Randnotiz wert waren, überschlagen sie sich nun in der Berichterstattung aus dem Gazastreifen, seit die israelische Armee zurückschlägt. Deutsche Journalisten entblödeten sich nicht, den getöteten Militärchef der Hamas einen „freundlichen Familienvater“ zu nennen, prangerte einer der Redner an. Dieselben Journalisten berichten über tote Zivilisten in Gaza, ohne darauf hinzuweisen, dass Zivilisten als menschliche Schutzschilder von den Hamas-Terroristen missbraucht werden. Sogar Springers „Welt“ bezeichnet die Gewalttäter der Hamas als „Kämpfer“, obwohl die Hamas in ihrer Charta klar und unmissverständlich die Auslöschung Israels propagiert: „Das jüngste Gericht wird nicht kommen, solange Moslems nicht die Juden bekämpfen und töten“.

Gideon Joffe, wies, mit der deutschen und der israelischen Fahne in der Hand darauf hin, dass beide Länder die gleichen westlichen Werte verteidigen, Freiheit, Emanzipation, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie in einer offenen Gesellschaft. Für welche Werte die Hamas stehe, offenbare ihr brutaler Umgang mit der Opposition in Gaza.

Während in Charlottenburg die Freunde Israels friedlich demonstrierten, waren in Neukölln die Anhänger der Hamas auf Krawall aus. „Freiheit und Frieden für Gaza“ wurde gefordert.  Israel als Terrorist hingestellt. Um zu unterstreichen, wes Geistes Kind man ist, wurde am Ende der Demonstration Polizisten angegriffen und Feuerwerkskörper gezündet.

Abends im ZDF gab es nur Bilder von den Einschlägen in Gaza und den Propagandainszenierungen der Hamas mit getroffenen Zivilisten. Nicht ein Bild von den Toten und Verwundeten in Israel.

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