Henryk M. Broder / 16.11.2012 / 15:52 / 0 / Seite ausdrucken

Der “German Mut” feiert sich am liebsten selbst

Das “unerschrockene Auftreten” der Regensburger Wirte, für das sie ausgezeichnet wurden, hat die Schwelle vom Wohlfeilen zum Lächerlichen souverän überschritten. So wie früher in linken Wohngemeinschaften Sticker mit der Parole “Atomwaffenfreie Zone” an die Wohnküchentüren geklebt wurden, um Engagement gegen die Rüstungspolitik zu demonstrieren, reicht es heute, einen Sticker ins Fenster einer Kneipe zu kleben, um “Unbill in Kauf zu nehmen”, sich symbolisch mit Anne Frank, den Geschwistern Scholl und Pater Maximilian Kolbe in eine Reihe zu stellen. Welche Unbill nehmen die Regensburger Wirte auf sich? Vor allem aber: Woran wollen sie erkennen, dass ein Rassist das Lokal betritt? Muss er Springerstiefel tragen, den rechten Arm zum Gruß heben und “Juden raus!” brüllen, um sich als Rassist zu erkennen zu geben? http://www.welt.de/debatte/article111120330/Der-German-Mut-feiert-sich-am-liebsten-selbst.html

Das meint der Leser:
broder, es ist doch schön, wenn man mit zynismus sein geld verdienen kann, oder?

Egal was Herr Broder schreibt, ich lese es nicht mehr. Die Texte sind dumm und populistisch. der Typ ist charakterlich nicht zu ertragen, meint jedoch er wäre die intellektuelle Krönung, siehe seine Fernsehsendung. Tschüs Broder

Und so sieht German Mut aus, wenn es darauf ankommt:
Ein fragwürdiger Rat der Polizei sorgt für Aufsehen in der ostsächsischen Kleinstadt Hoyerswerda. Dort flüchtete ein junges Paar in eine geheime Unterkunft, nachdem es von 15 mutmaßlichen Neonazis bedroht worden war. Den Opfern sei von der Polizei empfohlen worden, die Stadt zu verlassen, weil man ihre Sicherheit nicht gewährleisten könne, heißt es in einem am Mittwochabend ausgestrahlten Bericht des MDR-Magazins “Exakt”.
http://www.welt.de/politik/deutschland/article111171918/Polizei-in-Hoyerswerda-raet-Nazi-Gegnern-zur-Flucht.html

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