Michael Miersch (Archiv) / 25.10.2012 / 22:04 / 0

Ein Schwabinger Monolog (21. - und letzter -Teil)

Ich habe mal zusammengeschrieben, welche Weltanschauung seit Jahren auf Partys, in Kneipen und bei Zusammenkünften aller Art an meine Ohren schwappt. Die anderen Folgen des Schwabinger Monologs finden Sie, indem Sie in der Steuerungsleiste links auf meinen Namen klicken.

„…Andere Meinungen sind völlig in Ordnung, aber wenn jemand doppelmoralisch oder autoritär wird, ist bei uns eine rote Linie überschritten. Leider sind viele Wissenschaftsgläubiger furchtbar intolerant. Sie befinden sich auf einem Kreuzzug gegen alles, was ihrer einzig wahren Wahrheit widerspricht. Diskussionen mit solchen Menschen erinnern an Gestapo-Verhöre. Sie sind Fanatiker, die keine Wahrheiten neben ihren eigenen ertragen können. Wir sehen die Welt entspannter. Es gibt so vieles zwischen Himmel und Erde, was wir als Menschen überhaupt nicht begreifen können. Wie auch, der Intellekt ist begrenzt, über gewisse Grenzen hilft uns nur die Intuition hinweg. Über manch andere nur die Schwingungen. Aber dazu haben die Fundamentalisten der Naturwissenschaften keinen Zugang. Anstatt das zu akzeptieren, versuchen sie aber Geheimnisse des Lebens zu verhöhnen und lächerlich zu machen. Sie reagieren mit Gewalt auf alles ihnen Fremde. Da ist der Schritt nicht mehr weit zur Diktatur. Solche Leute sind mir jedenfalls verdächtig. Dabei gibt es so Vieles, was man mit Wissenschaft nicht erklären kann. Energiefelder, Schwingungen, solche Dinge. Natürlich hat Wasser ein Gedächtnis. Auch das ist so ein Phänomen.

Niemand weiß genau, weswegen Wasser diese Fähigkeit hat, aber so ist es. Darauf baut die ganze Homöopathie auf, die den Menschen auf sanfte Art heilt. Auf diese Weise wird der Körper kaum belastet. Homöopathie erkläre ich gerne am Beispiel von Goethe. Die Schulmedizin zwingt die Menschen, im geschwächten Zustand, das Gesamtwerk von Goethe zu lesen. Das ist natürlich Schwerstarbeit, wenn man Fieber und Kopfschmerzen hat. Homöopathen gehen einen anderen Weg, sie setzen Goethe neben das Krankenbett und der Dichter erzählt dann ganz entspannt und locker. Verstehen sie meinen Vergleich? Goethe ist im Prinzip das Wasser, das alle notwendigen Informationen besitzt. Natürlich ist es angenehmer, sich vom Autoren sein Werk vorstellen zu lassen, als es im geschwächten Zustand selbst lesen zu müssen. Manche Menschen sperren sich gegen diese Erkenntnis, aber das stört mich nicht.

Ignoranz ist nun mal ein ständiger Begleiter des Menschen. Ohne Ignoranz würde es keine Börsengeschäfte geben. Die funktionieren nur, weil die Börsengewinner ignorieren, dass für ihren Profit in Afrika Menschen Hunger leiden müssen. Konzerne beuten den Planeten und besonders die Dritten Welt aus. Der Westen betrachtet unsere Erde wie einen Wühltisch im Supermarkt. Er nimmt sich alles, was ihm gefällt.
Wir sind auf dem besten Weg den Planeten zu zerstören. China und Indien sind auch schon mit der Globalisierung infiziert, gieren nach immer mehr Konsum, wollen Autos. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis die Küstenstädte überall überflutet werden. Wir brauchen einen Rettungsplan. Jetzt! Das ist unsere verdammte Pflicht. Denn wir haben die Erde von unseren Kindern nur geliehen.“


Ich danke Gideon Böss, der beim Entstehen des „Schwabinger Monologs“ maßgeblich mitgeholfen hat, Ideen, Beobachtungen und Pointen beisteuerte.
Wolfgang Röhl überließ mir die „Blumen des Blöden“, dafür ebenfalls herzlichen Dank.

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